WAWITranslator V2 konfigurieren und bedienen
Diese Anleitung richtet sich an Anwender. Die technische Steuerung über Parameter, Workflows und Kommandozeile steht in der Anleitung für Fortgeschrittene.
Stand:
Was kann der WAWITranslator übersetzen?
Der WAWITranslator übersetzt JTL-Wawi-Inhalte automatisch – standardmäßig über die DeepL-API – in alle Sprachen, die von DeepL und JTL gemeinsam unterstützt werden:
| Bereich | Übersetzte Felder |
|---|---|
| Artikel | Name, Kurzbeschreibung, Beschreibung, Titel-Tag, Meta-Keywords, Meta-Description |
| Kategorien | Name, Beschreibung, Titel-Tag, Meta-Keywords, Meta-Description |
| Artikel-URL / Kategorie-URL | URL-Pfad |
| Attribute | Attributname und Werteliste |
| Attributwerte (Artikel / Kategorie) | nur Textwerte |
| Variationen / Variationswerte | Name |
| Merkmale / Merkmalwerte | Name (bei Merkmalwerten zusätzlich Beschreibung, Titel-Tag, Meta-Keywords, Meta-Description) |
| Mediendateien | Name, Beschreibung |
| Konfigurations- / Cross-Selling-Gruppen | Name, Beschreibung |
| Hersteller | Beschreibung, Titel-Tag, Meta-Keywords, Meta-Description |
ℹ️ Voraussetzung – DeepL-API-Abo: Du brauchst ein DeepL-API-Abonnement. Die Tarife findest du unter deepl.com/de/pro#developer – wahlweise DeepL API Free oder DeepL API Pro. Für den Produktiveinsatz empfehlen wir DeepL API Pro.
NEU ab Version 2.3 – Übersetzung mit OpenAI (optional)
Zusätzlich zu DeepL kann der WAWITranslator optional auch über OpenAI (ChatGPT-Modelle) übersetzen.
⚠️ Wichtig: Diese Funktion ist standardmäßig deaktiviert und muss pro Installation gesondert freigeschaltet werden (siehe unten). Im Auslieferungszustand übersetzt der WAWITranslator wie gewohnt über DeepL.
Bitte beachte:
- Eigener Zugang nötig: Du brauchst einen eigenen OpenAI-API-Schlüssel mit Guthaben. Die Nutzung wird token-basiert direkt von OpenAI abgerechnet.
- Datenschutz: OpenAI ist ein US-Dienst – die Texte werden in die USA übertragen (Drittlandtransfer). Wer ausschließlich eine Verarbeitung innerhalb der EU benötigt, bleibt bei DeepL.
- Support-Hinweis: Unterstützung rund um die OpenAI-Anbindung (Freischaltung, Einrichtung, Modellauswahl, Fehleranalyse, Anpassung der Übersetzungsvorgaben) ist nicht im Standard-Support enthalten und wird als reguläre Support-Stunde abgerechnet.
Freischalten: Einstellungen → Tab „Übersetzung“ → „OpenAI aktivieren…“. Nachdem du den Datenschutz-Hinweis bestätigt hast, erscheint die Engine-Auswahl. Trage dann deinen OpenAI-API-Key ein, lade mit „Modelle laden“ die Modelle deines Kontos, wähle eines aus und speichere. DeepL bleibt jederzeit als Alternative wählbar.
Texte zwischen Verkaufskanälen kopieren (ohne DeepL-Verbrauch)
Um Texte von einem Verkaufskanal in einen anderen zu kopieren, wähle die Quell- und Zielplattform und bei den Sprachen die gleiche Quell- und Zielsprache. Dann werden die Texte nur kopiert – es werden keine DeepL-Credits verbraucht.
⚠️ Wichtig – HTML-Inhalte: Wenn die zu übersetzenden Texte HTML-Code enthalten, muss dieser fehlerfrei sein (fehlerhafter Code entsteht z. B. beim direkten Kopieren aus MS Word). Bei ungültigem HTML kann es zu Formatierungsproblemen kommen – in Einzelfällen sogar dazu, dass ein Text nicht übersetzt wird, obwohl DeepL-Credits verbraucht werden. Nutze den Modus „Überschreiben“ daher erst, wenn du einige Datensätze getestet hast und mit dem Ergebnis zufrieden bist.
So startest du eine Übersetzung (GUI)
- Übersetzungstyp in der Liste links wählen (z. B. „Artikel“, „Kategorien“, „Variationswerte“).
- Quelle: Plattform/Shop und Ausgangssprache festlegen.
- Ziel: Plattform/Shop und Zielsprache festlegen. Mit „Alle Zielsprachen“ (
*) werden nacheinander alle in der Wawi aktiven Sprachen befüllt – oder nur die, die du dafür in den Einstellungen ausgewählt hast (siehe Abschnitt zu den Zielsprachen weiter unten). - Modus wählen (siehe Tabelle unten).
- Anzahl pro Lauf festlegen. Ab Version 2.7.0 bedeutet
0= alle passenden Datensätze (siehe unten). - Auf „Übersetzung starten“ klicken. Der Fortschritt erscheint in der Log-Ansicht (siehe „Log-Ansicht und Statusleiste“); die Übersetzungen werden direkt in die Wawi geschrieben. Ab Version 2.7.0 zeigt die Anzeige zwischen Quelle und Ziel während des Laufs „Läuft …“ mit einem drehenden Symbol.
- Anhalten: Die Schaltfläche „Anhalten“ (Alt+A) beendet einen laufenden Lauf. Ab Version 2.7.0 übersetzt WAWITranslator den gerade laufenden Datensatz noch fertig, speichert ihn und hört dann auf – es geht nichts verloren. Die Log-Ansicht nennt den Stand, z. B. „Lauf angehalten: 13 von 17 Datensätzen (EN) übersetzt“. In den Modi „Nur wenn Ziel fehlt“ und „Versionierung“ macht der nächste Lauf mit den übrigen Datensätzen weiter. Während „Wird angehalten …“ beendet ein zweiter Klick den Lauf sofort – der gerade übersetzte Datensatz wird dann nicht gespeichert. Endet der Lauf nicht innerhalb von 30 Sekunden ohne Lebenszeichen, beendet WAWITranslator ihn ebenfalls. Ab Version 2.8.0 werden beim Anhalten alle bereits übersetzten – also bezahlten – Datensätze des laufenden Bündels noch gespeichert; die Abschlussmeldung sagt das ausdrücklich.
📝 Hinweis: Die Zielsprache muss in der Wawi aktiviert sein.
Anzahl 0 – alle Datensätze in einem Lauf (ab Version 2.7.0)
Trägst du bei „Anzahl“ eine 0 ein, übersetzt WAWITranslator in einem Lauf alle passenden Datensätze – bei „Alle Zielsprachen“ je Sprache. Weil das viele DeepL-Zeichen verbrauchen und lange dauern kann, fragt WAWITranslator vor dem Start noch einmal nach („Alle Datensätze übersetzen?“). Im Modus „Überschreiben“ erscheint stattdessen die bekannte Sicherheitsabfrage zum Überschreiben. Für eine begrenzte Menge trägst du einfach wieder eine Zahl größer 0 ein.
- Die 0 funktioniert auch in geplanten Aufgaben (Feld „Anzahl pro Lauf“); dort gibt es keine Rückfrage – überlege dir die 0 bei Aufgaben also besonders gut.
- Mit der Testlizenz bleibt es bei 1 Datensatz pro Lauf; die Rückfrage entfällt dann.
Vorlagen: häufige Einstellungen speichern (ab Version 2.7.0)
Übersetzt du regelmäßig mit denselben Einstellungen (z. B. „Artikel DE → alle Sprachen, Versionierung“), speicherst du sie als Vorlage und rufst sie später mit einem Klick wieder auf. Die Leiste „Vorlage:“ findest du oben rechts in der Karte „Aktuelle Übersetzung“:
- Vorlage auswählen: Die Auswahlliste übernimmt die Werte der Vorlage sofort.
- „Als Vorlage speichern …“: Du vergibst einen Namen, und die aktuellen Einstellungen werden gespeichert. Gibt es den Namen schon, fragt WAWITranslator, ob die bestehende Vorlage überschrieben werden soll.
- Papierkorb („Vorlage löschen“): löscht die ausgewählte Vorlage (mit Rückfrage).
Eine Vorlage merkt sich Übersetzungstyp, Key, Quelle (Plattform / Shop und Sprache), Ziel (Plattform / Shop und Sprache, auch „Alle Zielsprachen“), Modus, Anzahl und „Vorhandene Übersetzungen wiederverwenden“. Nicht in der Vorlage stehen die Einstellungen (Zahnrad-Symbol) – also Engine, Artikel-Filter, Zielsprachen-Auswahl und Zugangsdaten.
Gut zu wissen:
- Vorlagen gelten pro Windows-Benutzer: Jeder Benutzer, der WAWITranslator auf diesem Rechner öffnet, hat seine eigenen Vorlagen.
- Gibt es eine Plattform, einen Shop oder eine Sprache der Vorlage in der aktuellen Datenbank nicht (mehr), bleibt das jeweilige Feld unverändert, und ein Hinweis nennt, was nicht übernommen wurde.
- Auch beim Anlegen einer geplanten Aufgabe kannst du eine Vorlage nutzen: „Aus Vorlage übernehmen …“ im Fenster „Aufgabe bearbeiten“ (siehe Anleitung für Fortgeschrittene).
Einen einzelnen Datensatz übersetzen
Trage im Feld „Key“ den internen Schlüssel des Datensatzes ein (z. B. die interne Artikelnummer) und starte den Job. Je nach Übersetzungstyp ist das ein anderer Schlüssel (siehe Anleitung für Fortgeschrittene).
Option „Beschreibung vom Vaterartikel kopieren“
Ist diese Option markiert, werden Kurz- und Langbeschreibung des Vater-Artikels auf alle Kind-Artikel kopiert – sowohl in der Ausgangs- als auch in der Zielsprache. Beim Übersetzen eines Kind-Artikels werden dessen Kurz- und Langbeschreibung dann nicht übersetzt; alle anderen Felder werden normal übersetzt.
„Als PowerShell kopieren“
Über diese Funktion kopierst du die aktuellen Einstellungen als Befehl in die Zwischenablage, um ihn in PowerShell auszuführen. Ab Version 2.7.0 findest du die Schaltfläche im Bereich „Befehl anzeigen“ (oben rechts, auch bei zugeklapptem Bereich) statt in der Leiste unten.
💡 Tipp: Ist OpenAI aktiv, steht in der Kurz-Form (positional) kein Provider – diese Form nutzt den Provider aus der Konfiguration. Für einen expliziten OpenAI-Aufruf die Lang-Form (--Flags) verwenden.
Vorschau: erst sehen, dann übersetzen (ab Version 2.8.0)
Die Schaltfläche „Vorschau“ im Hauptfenster übersetzt eine Stichprobe von fünf zufällig ausgewählten Datensätzen je Zielsprache mit deinen aktuellen Einstellungen und zeigt je Feld Quelle und Übersetzung nebeneinander – genau so, wie der echte Lauf sie speichern würde.
Gespeichert wird dabei nichts. Nur die DeepL- bzw. OpenAI-Zeichen dieser fünf Datensätze verbrauchst du. Das lohnt sich vor dem ersten großen Lauf, nach einer Änderung am Prompt oder am Glossar und immer dann, wenn du dir bei einer Einstellung nicht sicher bist.
Ist ein übersetztes Feld länger, als die JTL-Spalte erlaubt, sagt die Vorschau auch das – und zwar, was im echten Lauf passieren würde: Feld wird ausgelassen, Feld wird gekürzt gespeichert oder Text wird beim Speichern per KI gekürzt (siehe onTruncate in der Anleitung für Fortgeschrittene). Scheitert bei „Alle Zielsprachen“ eine einzelne Sprache, nennt die Vorschau sie beim Namen.
Nur bestimmte Artikel übersetzen (Filter)
Übersetzungsläufe lassen sich auf eine Teilmenge der Artikel einschränken – das spart Zeit und Übersetzungskosten. Drei Filter stehen zur Verfügung und lassen sich kombinieren:
- Aktiv in Onlineshops: nur Artikel, die in mindestens einem der ausgewählten Shops aktiv sind (Mehrfachauswahl).
- Nur mit Lagerbestand: nur Artikel mit Bestand größer 0.
- Kategoriebäume: nur Artikel in einer oder mehreren gewählten Kategorien – oder umgekehrt alle Artikel außer diesen (siehe unten). Unterkategorien sind automatisch enthalten.
So setzt du die Filter:
- Einstellungen öffnen (Zahnrad-Symbol) → Tab „Filter & Sprachen“ → „Filter wählen…“.
- Im Fenster „Artikel-Filter wählen“ Shops, Lagerbestand und Kategorien festlegen und mit „Übernehmen“ bestätigen.
- Die Einstellungen speichern. Im Tab steht eine Zusammenfassung der aktiven Filter; „Zurücksetzen“ entfernt alle Filter.
Mehrere Kategoriebäume einschließen oder ausschließen
Im Bereich „Kategoriebäume (rekursiv)“ markierst du im Kategoriebaum per Häkchen beliebig viele Kategorien. Darüber legst du fest, wie die Auswahl wirkt – die Einstellung gilt für alle markierten Kategorien gemeinsam:
| Einstellung | Wirkung |
|---|---|
| Einschließen (nur diese Bäume) | Übersetzt werden nur Artikel, die einer der markierten Kategorien oder einer ihrer Unterkategorien zugeordnet sind. Liegt ein Artikel in mehreren markierten Kategorien, wird er trotzdem nur einmal übersetzt. |
| Ausschließen (alle außer diese) | Übersetzt werden alle Artikel außer denen, die einer der markierten Kategorien oder einer ihrer Unterkategorien zugeordnet sind – auch wenn sie zusätzlich in anderen Kategorien liegen. |
📝 Ab Version 2.7.0 – Attribute und Merkmalwerte beim Ausschließen: Attribute („anhand Artikel“) und Merkmalwerte sind Stammdaten, die sich viele Artikel teilen – ihre Übersetzung erscheint bei jedem Artikel, dem der Wert zugeordnet ist. Beim Ausschließen übersetzt WAWITranslator einen solchen Wert deshalb nur, wenn kein Artikel aus den ausgeschlossenen Kategorien ihn verwendet. So bleibt der ausgeschlossene Sortimentsteil wirklich unberührt. Werte, die an fast allen Artikeln hängen (z. B. „Farbe: Schwarz“), werden beim Ausschließen deshalb meist gar nicht übersetzt.
Gut zu wissen:
- Unterkategorien sind automatisch enthalten – auch wenn sie im Baum nicht einzeln angehakt sind.
- Bereits gewählte Kategorien sind beim Öffnen aufgeklappt und unter dem Baum zusammengefasst. „Auswahl aufheben“ entfernt alle Markierungen; keine Markierung bedeutet kein Kategoriefilter.
- Kann WAWITranslator Shops und Kategorien nicht aus der Datenbank laden, erscheint ein Hinweis. Dann gibst du die IDs von Hand ein (
kShopbzw.kKategorie, durch Komma getrennt, z. B.239,42).
Wo die Filter wirken
Die Filter gelten für Artikel, Artikel (Vater-Kind), „Alle Artikel im Kategoriebaum“, Artikel- und Kategorie-URLs, Attributwerte, Attribute und Variationen/Variationswerte „anhand Artikel“, Merkmalwerte und Mediendateien (je nach Typ Shop/Lager/Kategorie). Bei reinen Stammdaten – Kategorien, Attribute, Variationen, Variationswerte, Merkmale, Konfigurations- und Cross-Selling-Gruppen, Hersteller – haben sie keine Wirkung; bei geplanten Aufgaben blendet WAWITranslator sie für diese Typen seit Version 2.6.0 aus.
Geplante Aufgaben übernehmen die globalen Filter standardmäßig und lesen sie bei jedem Lauf neu – eine Änderung in den Einstellungen gilt ab dem nächsten Lauf. Alternativ bekommt eine Aufgabe eigene Filter (siehe Anleitung für Fortgeschrittene).
📝 Hinweis: Die Filter setzen voraus, dass die Datenbank-Struktur aktuell ist. Das Setup aktualisiert sie automatisch – manuelle Anpassungen an der Datenbank-Prozedur sind nicht mehr nötig. Eine selbst angepasste Prozedur ersetzt das Setup beim Update (siehe Installation); bilde deine Artikelauswahl deshalb hier in den Filtern ab.
Nur bestimmte Zielsprachen bei „Alle“ übersetzen
Wählst du als Zielsprache „Alle Zielsprachen“ (*), übersetzt WAWITranslator standardmäßig in alle in der Wawi aktiven Sprachen. Hast du z. B. fünf Sprachen aktiviert, willst aber nur vier davon per „Alle“ befüllen, kannst du die Auswahl global einschränken – das spart DeepL-Kontingent und Laufzeit:
- Einstellungen → Tab „Filter & Sprachen“ → „Zielsprachen bei ‚Alle Zielsprachen‘ (*)“: Dort erscheinen deine aktiven Sprachen als Häkchen-Liste. Hake genau die Sprachen an, die bei „Alle“ übersetzt werden sollen, und speichere.
- Nichts angehakt = alle aktiven Sprachen (wie bisher).
Gut zu wissen:
- Die Auswahl gilt nur für „Alle Zielsprachen“ /
*. Eine einzeln gewählte Zielsprache wird immer übersetzt – auch wenn sie nicht angehakt ist. Du legst also fest, was „Alle“ bedeutet; eine Sprache wird nicht komplett gesperrt. - Sie wirkt auch für geplante Aufgaben mit Ziel „Alle Zielsprachen“ – und zwar sofort zur Laufzeit, ohne die Aufgabe neu speichern zu müssen.
- Die Liste wird geladen, sobald WAWITranslator einmal mit Datenbankverbindung gestartet wurde.
Die Übersetzungs-Modi
| Modus | CLI-Wert | Was passiert |
|---|---|---|
| Nur wenn Ziel fehlt | 0 |
Übersetzt nur leere Zielfelder. Schont das Guthaben. |
| Überschreiben | 1 |
Übersetzt alles neu – auch bereits Übersetztes. Bei großen Mengen erfolgt vorher eine Sicherheitsabfrage. |
| Versionierung (empfohlen) | 2 |
Übersetzt nur, wenn sich der Quelltext seit der letzten Übersetzung geändert hat. Nur bei Artikel-, Kategorie- und Herstellertexten (Typ 1, 2, 3, 5, 6, 50). |
| Wenn Ziel kürzer ist | 3 |
Übersetzt nur Zielfelder, die kürzer als die Quelle sind. Nur bei Artikeltypen. |
💡 Tipp: Um DeepL-Zeichen zu sparen, sollte der Modus möglichst auf „Nur wenn Ziel fehlt“ (0) oder – bei Artikel-/Kategorietexten – auf „Versionierung“ (2) stehen.
📝 Hinweis zur Versionierung: Der Modus „Versionierung“ wirkt erst, wenn der WAWITranslator den Text mindestens einmal selbst übersetzt hat. Bestand die Zielsprache schon vor der Installation, wird dieser Text nicht automatisch neu übersetzt.
💡 Zu lange Übersetzungen automatisch kürzen (optional): Ist eine Übersetzung länger, als das JTL-Datenbankfeld erlaubt (z. B. ein Artikelname über 255 Zeichen), kann WAWITranslator sie per OpenAI sinn- und markenerhaltend kürzen, damit sie passt. In den Einstellungen im Tab „Übersetzung“ (Bereich OpenAI) aktivierbar; benötigt einen gültigen OpenAI-Schlüssel, wirkt aber auch bei Übersetzung mit DeepL. Ein Log-Eintrag weist aus, wenn gekürzt wurde.
📝 Ab Version 2.7.0 – zu lange Übersetzungen bei allen Übersetzungstypen: Die Behandlung zu langer Übersetzungen – ohne automatisches Kürzen wird standardmäßig nur das betroffene Feld ausgelassen, die übrigen Felder werden trotzdem geschrieben – gilt jetzt nicht mehr nur für Artikel und Kategorien, sondern auch für Attribute, Variationen, Merkmale und Merkmalwerte, Mediendateien, Cross-Selling-Gruppen und Hersteller. Bisher wurde dort der ganze Datensatz übersprungen. Die erlaubten Feldlängen liest WAWITranslator direkt aus deiner JTL-Datenbank; die Log-Meldung nennt das betroffene Feld mit Ist-Länge und Grenze.
Funktionsmodi im Überblick
- a) Menü / Stapelverarbeitung: Bedienung über die GUI (dieser Leitfaden).
- b) Einzelne Datensätze per Workflow: Übersetzung einzelner Artikel direkt aus einem JTL-Wawi-Workflow. Siehe Anleitung für Fortgeschrittene.
- c) Kommandozeile / Windows-Aufgaben: Automatisierung per PowerShell, ggf. als geplante Aufgabe. Nur für fortgeschrittene Anwender – siehe Anleitung für Fortgeschrittene.
Einstellungen im Überblick
Die Einstellungen öffnest du über das Zahnrad-Symbol im Kopfbereich des Programmfensters. Seit Version 2.6.0 sind sie in Tabs gegliedert statt in einer langen Liste:
| Tab | Inhalt |
|---|---|
| Lizenz | Lizenz- oder Testschlüssel eintragen und mit „Prüfen & speichern“ prüfen (siehe „Lizenz und Test-Version“). |
| Darstellung | Design der Oberfläche: Hell (Standard), Dunkel, Wie Windows (ab Version 2.7.0) oder Retro (CRT / Grün auf Schwarz) (siehe „Design wählen“). |
| Übersetzung | Übersetzungs-Engine (DeepL, optional OpenAI), DeepL-API-Key, Glossar-ID (ab Version 2.7.0 mit „Prüfen“, siehe „DeepL-Glossar“) und Formalität; bei freigeschaltetem OpenAI dessen Zugang und das automatische Kürzen zu langer Übersetzungen. Ab Version 2.8.0 außerdem der Schalter „Mehrere Datensätze pro DeepL-Anfrage“ (siehe „Tempo“). |
| Filter & Sprachen | Globale Artikel-Filter und die Zielsprachen für „Alle Zielsprachen“ (siehe oben). |
| Benachrichtigungen aus geplanten Aufgaben – per SMTP-Server oder Brevo-API (siehe Anleitung für Fortgeschrittene). |
Mit „Speichern“ landen die Werte in der config.json; Zugangsdaten wie API-Keys und Passwörter werden dabei verschlüsselt.
DeepL-Glossar (ab Version 2.7.0 mit Prüfung)
Mit einem DeepL-Glossar legst du fest, wie bestimmte Begriffe übersetzt werden (z. B. Markennamen oder Fachbegriffe). Das Glossar selbst pflegst du in deinem DeepL-Konto; in WAWITranslator trägst du nur die Glossar-ID ein (Einstellungen → Tab „Übersetzung“ → „Glossar-ID (optional)“). Glossare funktionieren mit DeepL API Free und Pro.
- „Prüfen“ neben der Glossar-ID fragt das Glossar direkt bei DeepL ab und zeigt Name, Sprachpaare und Anzahl der Einträge – oder eine klare Meldung, z. B. wenn die ID zu keinem Glossar deines DeepL-Kontos gehört.
- Vor jedem Lauf prüft WAWITranslator die Glossar-ID. Gibt es das Glossar nicht, bricht der Lauf mit der Meldung „DeepL-Glossar … existiert nicht in diesem DeepL-Konto – Glossar-ID in den Einstellungen prüfen oder leeren“ ab – statt dass jeder einzelne Datensatz scheitert.
- Ein Glossar kann mehrere Sprachpaare (Wörterbücher) enthalten. Übersetzt du in „Alle Zielsprachen“, werden Sprachen ohne passendes Wörterbuch einfach ohne Glossar übersetzt; das Log weist darauf hin, der Lauf gilt trotzdem als erfolgreich. Wählst du dagegen genau eine Zielsprache, für die das Glossar kein Wörterbuch hat, bricht der Lauf mit einer Meldung ab.
- Ist DeepL bei der Prüfung gerade nicht erreichbar, erscheint nur eine Warnung – der Lauf geht weiter.
Design wählen (Hell, Dunkel, Wie Windows, Retro)
Unter Einstellungen → Darstellung wählst du das Design der Oberfläche:
| Design | Wirkung |
|---|---|
| Hell (Standard) | Das gewohnte helle Design. |
| Dunkel (ab Version 2.7.0) | Dunkle Oberfläche – angenehm bei wenig Licht. |
| Wie Windows (ab Version 2.7.0) | Folgt der Windows-Einstellung für Apps (hell oder dunkel) und wechselt automatisch mit, wenn du sie in Windows änderst. |
| Retro (CRT / Grün auf Schwarz) | Alternativer Terminal-Look. |
Ab Version 2.7.0 wirkt der Wechsel sofort beim Speichern in allen offenen Fenstern – ein Neustart ist nicht mehr nötig, auch nicht beim Retro-Design. Eine laufende Übersetzung läuft dabei einfach weiter. Die Einstellung gilt für alle Benutzer dieser Installation.
Retro-Design (optional)
Das Retro-Design ist ein alternativer Terminal-Look (grün auf schwarz) – du kannst jederzeit zurückschalten. Standard bleibt das helle Design. Die dafür nötigen Schriften (VT323 und IBM Plex Mono) installiert WAWITranslator beim ersten Wechsel bzw. Start im Retro-Design automatisch für den angemeldeten Benutzer – ohne Administratorrechte. Ab Version 2.7.0 behoben: Auf manchen Rechnern stürzte WAWITranslator beim Start im Retro-Design ab.
Tempo: mehrere Datensätze pro DeepL-Anfrage (ab Version 2.8.0)
Bis Version 2.7.0 ging jeder Datensatz einzeln an DeepL – die Wartezeit auf die Antworten machte den größten Teil der Laufzeit aus. Ab Version 2.8.0 bündelt WAWITranslator die Felder mehrerer Datensätze in eine DeepL-Anfrage. Gespeichert wird weiterhin Datensatz für Datensatz.
Was das bringt, im Test gemessen: ganze Übersetzungsläufe liefen je nach Datentyp 3- bis 14-mal schneller. 100 Variationswerte in gut 2 statt 32 Sekunden, 66 Artikel-URLs in 4 statt 21 Sekunden, 20 Artikel in 2 statt 7 Sekunden.
Zwei Dinge dazu:
- DeepL-Zeichen spart das nicht. Abgerechnet wird nach Zeichen, und die bleiben gleich – schneller wird nur die Wartezeit. Leere Felder gehen dafür gar nicht mehr an DeepL.
- Nur DeepL. Mit OpenAI als Engine läuft es wie bisher je Datensatz.
Abschalten lässt sich das Bündeln in den Einstellungen im Tab „Übersetzung“ – nötig ist das normalerweise nicht, es hilft dem Support bei der Fehlersuche. Scheitert ein Bündel, übersetzt WAWITranslator seine Datensätze von selbst einzeln nach; ein Fehler trifft also weiterhin nur den einen Datensatz.
Log-Ansicht und Statusleiste
Unter dem Arbeitsbereich zeigt die Log-Ansicht den Fortschritt der laufenden Übersetzung. Ein Klick auf die Kopfzeile „Log“ klappt sie ein oder aus. Ab Version 2.7.0 liegen die folgenden Aktionen als Symbole rechts in der Kopfzeile der Log-Ansicht – so erreichst du sie auch bei zugeklapptem Log; der Name steht jeweils im Tooltip.
- Jede Zeile zeigt Uhrzeit und Level – INFO, WARN, ERROR und im Diagnose-Modus DIAG –, farbig markiert.
- „Roh“ schaltet auf die unveränderte Programmausgabe um.
- „Diagnose“ (oder Strg+D) ergänzt am Ende eines Laufs eine Auswertung der Laufzeiten – hilfreich für Support-Anfragen.
- „Log kopieren“ (oder Strg+Shift+C) kopiert den gesamten Log-Inhalt in die Zwischenablage.
- „Übersetzungs-Logs“ öffnet den Ordner mit den Aufzeichnungen der einzelnen Übersetzungen im Explorer (siehe „Logs“).
- Ab Version 2.8.0 erscheint während des Laufs eine Zeile je fertigem Datensatz, z. B. „√ 4711 · Klapptisch … → EN“, bei einem nicht gespeicherten Datensatz mit ×. So siehst du am laufenden Band, was passiert, statt nur auf den Fortschrittsbalken zu schauen (höchstens 500 Zeilen je Lauf).
Die Statusleiste am unteren Fensterrand zeigt:
- DeepL: einen farbigen Punkt für den Online-Status und das verbrauchte Kontingent in Kurzform, z. B. „14k / 500k“ – die genauen Zahlen stehen im Tooltip. Ist OpenAI als Engine aktiv, stehen hier Modell und Verbrauch.
- Aktivität: ob gerade eine Übersetzung läuft.
- Lizenz: Plan und Gültigkeit (Details im Tooltip). Ist die Lizenz abgelaufen oder hat der letzte Lauf sie abgelehnt, wird die Anzeige rot (ab Version 2.7.0 steht dort ausdrücklich „Lizenz ungültig“), und es erscheinen die Links „Lizenz erneuern“ und „Lizenz-Problem melden“ (ab Version 2.7.0). Letzterer öffnet ein Fenster mit den Diagnose-Daten, das du per E-Mail an den Support schickst oder kopierst. Ist der Lizenzserver nur vorübergehend nicht erreichbar, bleibt die Anzeige normal; der Hinweis steht im Tooltip.
- rechts die installierte WAWITranslator-Version.
Lizenz und Test-Version
- Der aktuelle Lizenzstatus (Plan, Gültigkeit) steht unten in der Statusleiste.
- Den Lizenzschlüssel trägst du in den Einstellungen im Tab „Lizenz“ ein und klickst auf „Prüfen & speichern“. Er wird sofort gegen den Lizenzserver geprüft und nur bei Gültigkeit gespeichert – verschlüsselt, nicht im Klartext. Das gilt für Test- und Vollschlüssel gleichermaßen (seit Version 2.5.0; davor war der Schlüssel im Setup Pflicht).
- Im JTL-Extension-Store gekauft? Dann ist dein Lizenzschlüssel der
Lizenzcode aus dem JTL-Store (Format
LIC-…) – nicht die Lizenz deines JTL-Kontos und keinWAWI-…-Schlüssel von falkcons.de. Meldet die Prüfung „unbekannt“, ist der Code noch nicht freigeschaltet; wende dich dann kurz an support@falkcons.de. - Noch keine Lizenz? Die Testversion forderst du über die Testlizenz-Seite an – nicht mehr im Setup. Einen Link dazu findest du auch im Tab „Lizenz“. In der Testversion gilt: nur die Typen 1–5 (Artikel-, Kategorie- und Artikel-URL-Übersetzung), 1 Datensatz pro Lauf, 30 Sekunden Wartezeit vor dem Aufruf, und die Texte erhalten den Zusatz „[WAWITranslator Trial]“.
- Ein Upgrade auf Pro ist über den Link „Lizenz freischalten“ in der Anwendung möglich.
- Nach dem Kauf (ab Version 2.7.0): Texte, die du in der Testphase übersetzt hast, erkennt WAWITranslator selbst und bietet an, den Zusatz „[WAWITranslator Trial]“ zu entfernen (siehe „Zusatz aus der Testphase entfernen“).
- Schlüssel wechseln (ab Version 2.7.0): Trägst du im Tab „Lizenz“ einen anderen Schlüssel ein und ist er gültig, gibt WAWITranslator den Lizenzplatz des bisherigen Schlüssels auf dem Lizenzserver automatisch frei.
- Umzug auf einen anderen Server (ab Version 2.7.0): Klicke auf der bisherigen Installation im Tab „Lizenz“ auf „Lizenz auf dieser Installation freigeben“. Der Lizenzplatz wird freigegeben und der Schlüssel aus dieser Installation entfernt; danach trägst du ihn auf der neuen Installation ein. Meldet die neue Installation „Lizenz bereits auf einer anderen Installation aktiv“, fehlt genau dieser Schritt. Auch beim Deinstallieren wird der Platz freigegeben.
Zusatz aus der Testphase entfernen (ab Version 2.7.0)
In der Testversion hängt WAWITranslator an jedes übersetzte Textfeld den Zusatz „[WAWITranslator Trial]“ an (in älteren Versionen „[WAWITranslator Demo]“). Die Texte selbst sind vollständige DeepL-Übersetzungen – nach dem Kauf musst du sie also nicht neu übersetzen, es genügt, den Zusatz zu entfernen. Das kostet kein DeepL-Kontingent.
Sobald eine gültige Vollversion eingetragen ist, prüft WAWITranslator im Hintergrund, ob es noch Texte mit dem Zusatz gibt. Wenn ja, erscheint oben im Hauptfenster ein Hinweis mit den Schaltflächen „Zusatz entfernen …“ und „Später“ („Später“ blendet ihn nur für diese Sitzung aus – beim nächsten Start erscheint er wieder). Ist nichts (mehr) zu tun, merkt sich WAWITranslator das für deinen Lizenzschlüssel und prüft erst wieder, wenn du einen anderen Schlüssel einträgst.
So gehst du vor:
- „Zusatz entfernen …“ öffnet das Fenster „Texte aus der Testphase“. Es zeigt in einer Tabelle, welche Bereiche betroffen sind (z. B. Artikel oder Kategorien – geprüft werden alle Texttabellen), wie viele Texte und in welchen Sprachen.
- Lege am besten vorher eine Datensicherung der JTL-Datenbank an.
- „Zusatz entfernen“ entfernt den Zusatz aus allen betroffenen Texten. Sonst ändert sich nichts: keine Neuübersetzung, kein DeepL-Verbrauch, alle anderen Texte bleiben unverändert. Das geschieht in einem Schritt – schlägt etwas fehl, bleibt die Datenbank unverändert.
- Danach meldet das Fenster „Fertig: … Texte bereinigt.“ – mehr ist nicht zu tun.
📝 Hinweis: Bis Version 2.6 ging das nur mit einem SQL-Skript, das du selbst auf der Datenbank ausführen musstest. Das Skript liegt weiterhin bei und entfernt jetzt ebenfalls nur den Zusatz – für Artikel, Kategorien und Hersteller (für Administratoren, siehe Anleitung für Fortgeschrittene).
Mehrere Läufe gleichzeitig
Es ist möglich, mehrere Übersetzungen gleichzeitig zu starten – dann aber bitte immer mit unterschiedlichen Sprachen oder Übersetzungstypen. Derselbe Typ und dieselbe Sprache doppelt gestartet würde zu doppelten Übersetzungen führen und das DeepL-Kontingent unnötig verbrauchen.
Logs
Im Ordner C:\ProgramData\WAWITranslator\translations wird jeder übersetzte Datensatz als JSON-Datei protokolliert (Quell- und Zieltext) und nach einigen Tagen automatisch gelöscht. Diese Dateien lassen sich mit einem Texteditor öffnen – praktisch, um eine Übersetzung nachzuvollziehen. Den Ordner öffnest du direkt aus der Log-Ansicht über „Übersetzungs-Logs“.
Support
- Support-Portal: support.falkcons.de
- E-Mail: support@falkcons.de
Bitte bei Anfragen angeben: WAWITranslator-Version (Statusleiste), JTL-Wawi-Version, Windows-Version und – bei Fehlern – den Inhalt des Diagnose-Logs (in der Log-Ansicht „Diagnose“ einschalten, den Lauf wiederholen und „Log kopieren“ klicken).